Auf den Spuren der Römer
im Vöcklatal
Im Zuge der Ausdehnung des Imperium Romanum nach Norden wurde das keltisch-norische Königreich Noricum im 1.Jahrhundert n.Chr. zu einer römische Provinz und in mehrere Verwaltungsterritorien aufgeteilt.
Die beiden westlichsten – Juvavum (Salzburg) und Ovilava (Wels) – schlossen u.a. das Gebiet des oberösterreichischen Hausruckviertels mit ein. Die Römer ließen in Weyregg, Mondsee und Pfaffing ihre Spuren in Form von Funden und Siedlungsresten. Sie lassen darauf schließen, dass das südliche Hausruckviertel von den Römern flächendeckend besiedelt war und vorwiegend landwirtschaftlich genutzt wurde.
Archäologische Funde
Durch geophysikalische Prospektion wurden 2011 in Pfaffing auf dem Haushamerfeld die Reste eines römischen Brennofens entdeckt und 2013-2014 freigelegt. Es handelt sich um einen rechteckigen Ziegelofen (2,9m x 2,6m), der aus einer in den Boden vertieften Heizkammer und der darüberliegenden Brennkammer besteht.
In diesem Ofen wurden Ziegel unterschiedlicher Art und Funktion gebrannt, die beim Bau einer Villa Rustica, eines Gutshofes, verwendet wurden. Ein Teil dieser Ziegel ist hier im Museum ausgestellt. Die Abbildungen zeigen den den Haushamer Ziegelbrennofen nach der Freilegung 2014 und eine Rekonstruktionszeichnung.
röm. Meilenstein / Römerradweg
